PV-Dachanlagen – ist das Dach geeignet?

Solardach

Photovoltaikanlagen sind nicht nur eine hervorragende Möglichkeit CO2 einzusparen und einen Beitrag zur nachhaltigen Energieerzeugung zu leisten, sondern durch PV-Strom können Betriebe, Unternehmen und Hausbesitzer auch ihre Stromkosten bedeutend senken.

Besonders, wenn der Stromverbrauch im Betrieb hoch ist, stellt sich die Frage: Warum hat nicht jedes Unternehmen eine PV-Anlage auf dem Dach, um sich unabhängig von teuren und steigenden Stromtarifen zu machen?

Dafür gibt es sicherlich verschiedene Gründe: Neben Investitionskosten, Organisations- und Planungsaufwand spielt häufig die Beschaffenheit und das Alter des Daches eine Rolle. Eine professionelle ESG Beratung kann Ihnen bei der Einhaltung von Vorschriften und der Erfüllung von Zertifizierungen im Bereich der Nachhaltigkeit helfen.

Hier wollen wir uns eingehender mit der Frage beschäftigen, wann ein Dach geeignet bzw. ungeeignet ist.

Kriterien der Dachauswahl: Auf diese 6 Punkte sollten Sie im Vorfeld achten.

1. Größe des Daches

Grundsätzlich verfügen vor allem produzierende Unternehmen oder Unternehmen mit einem höheren Lagerbedarf über größere Dachflächen. Das ist erstmal positiv – vor allen Dingen dann, wenn Strom in größeren Mengen vor Ort benötigt wird. Je größer desto besser ist in der Tendenz richtig – denn so entsteht mehr Spielraum bei der Auslegung und Kalkulation. Dabei muss es aber nicht immer unbedingt wirtschaftlicher sein, die ganze Dachfläche zu belegen. Hier kommt es auf den Individualfall und die spezifische Nutzung des Stromes an.

2. Alter des Daches und Statische Eignung

Dieser Punkt wird zusammengefasst da die Statik auch oft am Alter des Daches hängt. Ein sehr altes Dach eignet sich oft nicht mehr dafür, eine PV-Anlage über ihren gesamten Lebenszyklus zu tragen. Daher ist hier insbesondere auf die Lastreserve und den Zustand des Daches zu achten. Unabhängig davon, muss bei jedem Dach eine Überprüfung der statischen Eignung erfolgen. Bei neueren Dächern liegen oft bessere Daten und Unterlagen vor, anhand derer eine Statikprüfung schnell und unkompliziert erfolgen kann. Bei Neubauten kann das Dach gleich so konzipiert werden, dass eine ausreichende Lastreserve vorhanden ist.

3. Material der Eindeckung

Ein K.O- Kriterium für die Dacheindeckung ist immer das Material Asbest. Denn für solche Dächer gibt es keine Genehmigung für den Bau einer PV-Anlage und unabhängig davon, ist es auch aus gesundheitlichen Gründen nicht zu empfehlen. Ist das Dach mit Asbest eingedeckt, kann es nur vollständig saniert werden. Das geht oft mit einer fehlenden Wirtschaftlichkeit einher und lässt viele PV-Projekte auf Asbestdächern kippen.

4. Dachneigung

Treffen die Sonnenstrahlen senkrecht auf die PV-Anlage, erzielen sie dir größte Wirkung. Daher ist eine Neigung von 30-45 Grad ideal. Auf Flachdächern helfen bestimmte Unterkonstruktionen optimale Wirkungsgrade zu erzielen.

5. Verschattung

Eine Verschattung wirkt sich immer negativ auf die Ertragsleistung einer Dachanlage aus und sollte daher vermieden werden. Kleinere Verschattungen können zur Not in Kauf genommen werden, aber stehen Gebäude ungünstig und beeinflussen den Ertrag dauerhaft, kann das die Wirtschaftlichkeit erheblich mindern. Hier lohnt sich eine Prüfung bevor weitere Schritte eingeleitet werden.

6. Ausrichtung

Nach Norden ausgerichtete Dachflächen sind für Photovoltaikmodule nicht optimal. Eine Installation ist zwar auch auf reinen Norddächern theoretisch möglich, allerdings sind Photovoltaikmodule auf östlich, südlich oder westlich ausgerichteten Dächern deutlich ertragsreicher.